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Aktuelles aus den Instituten

Stand: November.2019

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen – Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: Oktober.2019

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen – Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: September.2019

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen–Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: Juli und August.2019

Unsere Institute sind am Freitag, 16.8.2019 geschlossen.

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen – Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: Juni.2019

Unsere Institute sind am Freitag, 31.5.2019 sowie am Freitag, 21.6.2019 geschlossen.

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen – Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: Mai.2019

Unsere Institute sind am Montag, 29.4. und Dienstag, 30.4.2019 sowie am Freitag, 31.5.2019 geschlossen.

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen–Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: April.2019

Am Karfreitag, den 19.April, schließen unsere Institute um 13 Uhr.

Wir wünschen frohe Ostern!

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen–Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: März.2019

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartezeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen–Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!


Stand: Februar.2019

Wartezeiten

Wegen Institutsschließungen in der Umgebung bestehen leider in beiden Instituten längere Wartzeiten auf den Therapiebeginn. Gruppen–Bewegungstherapie in Wien 11 ist meist ohne Wartezeit möglich.
Wenn medizinisch erforderlich, ist jedoch ein kurzfristiger Therapiebeginn möglich!

Wien 11

Zusätzlich zu zwei verschiedenen Seniorengruppen bieten wir nun auch eine Seniorenkrafttrainingsgruppe an unserem Gerätezirkel an. Damit kann wirkungsvoll die Kraftausdauer trainiert werden – mit allen positiven Effekten auf Kraft, Gehgeschwindigkeit oder Sturzhäufigkeit.


Aktuelles aus der Medizin

Stand: November.2019



Beeinflussung der Muskelaktivität von Unterarm und Schultergürtel durch verschiedene Computer - Eingabegeräte („Mäuse”) am Arbeitsplatz

Menschen, die regelmäßig sitzend am Computer tätig sind, klagen vermehrt über Schmerzen in Arm-, Schulter- und Nackenbereich. Diese führen durch muskuläre Verkettungen und Muskelengpassyndrome auch häufig zu Kopfschmerz, Schwindel, Ohrgeräuschen oder Kribbelgefühl in den Armen.

Schon bisher hatte sich in Untersuchungen gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen im Nacken- und Schultergürtelbereich und Tätigkeit am Computer besteht. Ursache ist unter anderem eine Kombination aus monotonen Bewegungen, unphysiologischer Körperhaltung und länger andauernder Belastung.

An der Klinik für Rehabilitationsmedizin an der medizinischen Hochschule in Hannover wurde nun eine Untersuchung mit 34 beschwerdefreien Teilnehmern zwischen 18 und 65 Jahren mit mindestens 6- monatiger beruflicher PC- Erfahrung durchgeführt. Mittels eines höhenverstellbaren Bürostuhls wurde eine genormte Sitzpostion am Schreibtisch eingestellt.

Die Teilnehmer mussten einerseits mit einer Standard-Maus und andererseits mit 6 verschiedenen ergonomisch geformten Mäusen 2 Tests durchführen - „Anklicken und Nachfahren” sowie „Scrollen” durch ein 4- seitiges Dokument. Dabei wurde mittels Oberflächen-EMGs die Aktivität in verschiedenen Arm-, Schulter- und Nackenmuskeln gemessen.

Außerdem füllten am Ende alle Teilnehmer einen Fragebogen zur subjektiven Bewertung der einzelnen ergonomischen Mäuse aus (Hinsichtlich Arbeitseffektivität, Komfort und Handgefühl, Eingewöhnungseinschätzung und Beurteilung des Bedienprinzips).

Mit der Standard-Maus war in beiden Tests in allen Muskeln die höchste Muskelaktivität zu beobachten.

Bei den ergonomischen Mäusen fand sich in allen Muskeln eine deutlich reduzierte Muskelaktivität (von bis zu 65%) mit deutlichen Unterschieden in den einzelnen Muskeln.

In den Fragebögen wurden die verschiedenen Mäuse sehr unterschiedlich bewertet. Es zeigte sich, dass die im Alltag am weitesten verbreitete (und damit die gewohnteste) Geräteform die besten Bewertungen erhielt - oft im Gegensatz zu der Muskelaktivität im EMG!
Vermutlich sind Computernutzer durch die Dominanz der herkömmlichen, flachen Computer-Maus am deutlichsten daran gewöhnt und empfinden sie als vertraut und als wenig belastend. Durch die jahrelange Anwendung ist eine Kompensation der ungünstigen Ergonomie eingetreten: die Muskulatur hat sich in ihrem Trainingszustand auf die Belastung eingestellt, trotz der eigentlich höheren Belastung - eben mit der Folge von häufigen Beschwerden.

Ergonomische Mäuse sind zwar anfangs ungewohnt und werden teilweise als unkomfortabel beurteilt. Kurz- oder mittelfristig lohnt es sich aber umzulernen und umzusteigen. Nackenverspannungen oder myofasziale Überlastungen des Unterarms können dadurch reduziert oder auch vorgebeugt werden.

Quelle: Physikal.Medizin RehabMedizin und Kurortmedizin 3/2019, 140 – 146, J.Sturm, F.Brockhaus et al, Med.Hochschule Hannover, Klinik für REhabilitationsmedizin



Stand: Oktober.2019



Kniegelenksarhtrose – regelmäßige Bewegung beugt kritischer Gangverlangsamung vor

Eine verminderte Gehgeschwindigkeit im höheren Alter ist ein großer Risikofaktor für funktionelle Einschränkungen und Krankenhausaufenthalte und geht auch mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate einher. Anmerkung der Verfasserin: zum Überqueren der Straße während der Grünphase einer Fußgängerampel in Wien ist z.b. eine Gehgeschwindigkeit von 1,2m/sec notwendig!)

Insbesondere Patienten mit Kniegelenksarthrose haben ein hohes Risiko für eine Abnahme der Gehgeschwindigkeit. Eine hohe Schrittzahl pro Tag kann dem vorbeugen!

Ein Team britischer und amerikanischer Wissenschaftler werteten Daten von 3656 Teilnehmern, die entweder ein hohes Risiko für eine Kniegelenksarthrose hatten oder bereits an der Erkrankung litten, aus. Durchschnittsalter 67 Jahre, 55% Frauen.

Alle Teilnehmer trugen einen Schrittzähler, der die Anzahl und Intensität der täglichen Gehaktivität dokumentierte. Entsprechend der Aufzeichnungen wurden 4 verschiedene Gehirntensitäten definiert: Kein Gehen (< 1 Schritt/Minute), sehr geringe Intensität (1–49 Schritte/Min = < 1m/sec)), geringe Intensität (50–100 Schritte/Min =
< 1,2m/sec)) sowie mäßig–starke Intensität (> 100 Schritte/Min).

Zwei Jahre nach Beginn wurde die Gehgeschwindigkeit der Teilnehmer mit Hilfe eines standardisierten Testes (20–Meter–Gehtest) untersucht und im Zusammenhang mit der täglichen Gehaktivität ausgewertet.

Es zeigte sich, dass sich das Risiko für eine kritisch niedrige Gehgeschwindigkeit von < 1m/sec deutlich senken lässt, wenn pro Tag 5 bis 20 Minuten Nicht–Gehen durch mäßig–intensives Gehen ersetzt werden.

20 Minuten zügiges Gehen pro Tag beugt einer kritischen Verlangsamung der Gehgeschwindigkeit auf < 1m/sec vor!

Quelle: Physikal.Medizin RehabMedizin und Kurortmedizin 1/2019, 7; Fenton SAM et al, Osteoarhtritis Cartilage 2018; 26(9):1181-1189

 

„Smombies” unaufmerksam im Straßenverkehr

Was sich im Gehirn von Smartphonezombies – kurz „Smombies” abspielt wurde jetzt an der der Universität von Montreal, Kanada, untersucht.
54 Teilnehmer mussten während des Tippens auf einem Smartphone auf einem Laufband gehen und entgegenkommenden Hindernissen ausweichen.
Dabei wurde mittels EEG die Gehirnaktivität gemessen.

Fazit: Je mehr sich das Gehirn anstrengen musste, um sich vom Handy loszureißen, desto mehr Fehler machten die Teilnehmer.

Um das Unfallrisiko durch Smombies zu vermindern, gibt es weltweit unterschiedliche Ansätze: Sie reichen von Bodenampeln in Augsburg bis hin zu Geldstrafen für gleichzeitiges Tippen und Gehen in Honolulu.

Quelle: ÖÄZ 10.9–2019, 17 APA



Stand: September.2019



Effekt von Krafttraining auf Körperfett bei übergewichtigen, älteren Frauen
– ein Vergleich der Trainingshäufigkeiten

In einer Studie wurden 75 übergewichtige Frauen im Alter von 66+/-5 Jahren mit einem Körperfettanteil von 40+/-5% in 3 Gruppen unterteilt.

In zwei Trainingsgruppen wurde 12 Wochen lang Widerstandstraining mit 8 Übungen für alle großen Muskelgruppen durchgeführt, in einer Gruppe 2x wöchentlich, in einer Gruppe 3x wöchentlich. In der dritten Gruppe wurde kein Training durchgeführt.

Nach 12 Wochen kam es in beiden Trainingsgruppen zu einer deutlichen Abnahme der Gesamt-Körperfettmasse und zwar ohne signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen.
Der größte regionale Effekt war im Bauchbereich. In der Nicht–Trainingsgruppe kam es zu keiner Veränderung.

Durch ein 2–3x wöchentlich durchgeführtes Krafttraining über 12 Wochen kann die Körperfettmasse reduziert werden.

Quelle: Physikal.Medizin RehabMedizin und Kurortmedizin 5/2018, 258; Cavalcante EF et al, Int Sports Med 2018; 39(07):527–534

„Naturpille”: Zeit im Grünen senkt Stresslevel

Schon ein kurzer Spaziergang im Wald kann Stress deutlich reduzieren helfen, bestätigt eine Studie der amerikanischen Universität Michigan.

Schon 20 bis 30 Minuten in einer Umgebung, die das Gefühl von Natur vermittelt, reichen aus, um effektiv den Cortisolspiegel im Körper zu senken.

Cortisol, auch als „Stresshormon” bezeichnet wird in der Nebennierenrinde hergestellt und in der Leber abgebaut.

Dauerhaft erhöhte Cortisolwerte, etwa durch chronischen Stress, werden mit Übergewicht, Schwächung des Immunsystems, Herz-Kreislauf-Störungen, Depressionen und einer Reihe weiterer Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Diese „Naturpille” ist ein kostengünstiges therapeutisches Mittel zur Eindämmung der negativen Auswirkungen urbanen Lebens, das viele in geschlossenen Räumen und vor Bildschirmen verbringen.

Quelle: Doktor in Wien 5–2019, 29, APA



Stand: Juli und August.2019



Positive Effekte durch Bewegung bis ins höhere Alter

An der Universitätsklinik Wien (Physikalische Medizin und Public Health) wurde eine Untersuchung mit 3308 Teilnehmern in Österreich mit einen Alter von 65 Jahren und mehr, durchgeführt.

Es zeigte sich, dass diejenigen, die die allgemein geltenden Empfehlungen fuuml;r 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche sowie zwei mal wöchentlich muskelkräftigende Einheiten durchführen ihren persönlichen Alltag besser und länger bewältigen, länger selbständig bleiben und nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Die „Aktivitäten des täglichen Lebens” wie Aufstehen, sich waschen und anziehen, essen und trinken oder selbständig die Toilette aufsuchen wurden mit dreimal so hoher Wahrscheinlichkeit bewältigt, die „Instrumentalisierten Aktivitäten des täglichen Lebens” wie telefonieren, einkaufen, kochen, Haushalt erledigen und führen, Medikamente ordnungsgemäß einnehmen oder Geldgeschäfte abwickeln mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit.

Als moderates Ausdauertraining ist beispielsweise zügiges Gehen mit einem Tempo, bei dem man problemlos reden aber nicht mehr singen kann, geeignet.

Muskelkräftigung kann beispielsweise durch Kniebeugen mit einem Sessel, mit Übungen mit Theraband oder im Fitnesscenter durchgeführt werden.
Empfohlen sind etwa zehn Übungen, für jeweils die großen Muskelgruppen des Körpers, jede Übung zu Beginn einmal und eine Steigerung auf zwei–bis dreimal, jede Übung so intensiv, dass 12–15 Wiederholungen möglich sind.

Fakt ist aber, dass von den rund 3300 Teilnehmern nur rund ein Drittel das empfohlene Krafttrraining und nur rund die Hälfte die nötige Ausdauerbewegung macht.

Wer sich bewegt und regelmäßig kräftigt, bleibt selbständiger, ist zufriedener mit sich selbst und ist dadurch weniger pflegebedürftig. Das ist ein großer Gewinn, da in Abhängigkeit zu geraten, eine Kettenreaktion an negativen Konsequenzen auslöst, bis hin zur Isolierung.

Quelle: Doktor in Wien 6–20019, 25; Thomas Dorner und Richard Crevenna Uniiv Klinik Wien PMR, Public Health

WHO erkennt Burn–Out als Krankheit an

Die Weltgesundheitsorganisation hat mit 27.Mai 2019 erstmals Burn–Out als Krankheit anerkannt.

Burn–Out ist künftig als Syndrom „auf Grund von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird” definiert. Der Begriff Burn–Out sollte ausschließlich in beruflichem Zusammenhang und nicht für „Erfahrungen in anderen Lebensbereichen” verwendet werden.

Quelle: Doktor in Wien 6–20019, 24



Stand: Juni.2019



Körperliche Aktivität bei Brustkrebs – Online Übungsprogramm

Regelmäßige, gezielte körperliche Bewegung ist auch bei Patienten mit Krebserkrankungen unter anderem zur Mobilisierung, Rekonditionierung und Verbesserung der Lebensqualität wichtig.

Seit einigen Monaten ist über die Homepage der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation
kostenlos eine Online – Video-Anleitung mit 16 Übungen und Übungsinformationen sowie Informationen zur Haltungskorrektur,angeleitet von einer Fachärztin für Physikalische Medizin abrufbar.

https://physmedrehab.meduniwien.ac.at/patientinneninformationen/online-trainingsprogramm/bewegungsprogramm-fuer-brustkrebspatientinnen/

Die Video – Online-Anleitung ist auch auf türkisch verfügbar, um auch Migrantinnen ohne oder mit schlechten Deutschkenntnissen, die generell einen schlechteren Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, den Zugang zu gezieltem Heimtraining zu ermöglichen.

Quelle:Physik.Med Rehabmed KurortMed, 5.2018, 302, Cenik, Dana, Keilani UnivKlinik PMR Wien sowie Homepage der genannten Klinik



Stand: Mai.2019



Schwingstabtherapie – der schnellere Weg zur Kontinenz nach radikaler Prostataoperation

Nach radikaler Prostataoperation bei Krebserkrankung besteht häufig eine unterschiedlich stark ausgeprägte Harninkontinenz. Die Häufigkeit schwankt zwischen 8 und 74% in den ersten 3 Monaten. Dadurch kann die Lebensqualität stark beeinträchtigt werden.

Nun wurde in einer kontrollierten deutschen Studie nachgewiesen, dass durch eine Kombination aus Standardkontinenztraining (Beckenbodentraining, Elektrotherapie, Biofeedback) und einem sensomotorischen Training mit einem Schwingstab eine deutlich schnellere und stärkere Reduktion des Harnverlustes nach radikaler Prostataoperation möglich ist.

Es wurden 742 Patienten (Durchschnittsalter 66 Jahre) mit Harninkontinenz nach radikaler Prostataoperation untersucht. Alle Teilnehmer absolvierten während eines 3–wöchigen Rehabilitationsprogrammes täglich ein kombiniertes Training aus Standardkontinenztraining und Schwingstabtraining.

Davor und danach wurde das Ausmaß des Harnverlustes mit zwei spezifischen Tests bewertet. In beiden Tests zeigte sich eine hochsignifikante Verbesserung und zwar deutlich mehr, als bisher mit ausschließlich Standardtherapie.

Quelle: Physik.Med Rehabmed KurortMed, 4.2018, 243, Heydenreich M, Zemann DH, Vogtlandklinik Bad Elster



Stand: April.2019



Art und Dauer von Stretching und Auswirkung auf die Beweglichkeit

Verschiedenste Stretching–Strategien zur Verbesserung der Beweglichkeit und des Bewegungsumfanges sind gebräuchlich.

Hinsichtlich der Frage ob die Art und das Ausmaß des Stretchens, über einen längeren Zeitraum gesehen, im Zusammenhang mit dem Bewegungsumfang stehen, wurde die medizinische Literatur zu diesem Thema durchsucht. Es fanden sich insgesamt 23 Artikel.

Sämtliche Stretching–Arten zeigten über die Zeit eine Verbesserung des Bewegungsumfanges, die größte Verbesserung konnte mit statischem Dehnen erzielt werden.

Die Dauer des Dehnens in der einzelnen Sitzung scheint keine Auswirkung auf den Bewegungsumfang zu haben, wohl aber die wöchentliche Häufigkeit und Dauer.

Den größten Effekt auf den Bewegungsumfang scheint statisches Dehnen an mindestens 5 Tagen die Woche für zumindestens 5 Minuten pro Woche zu haben.

Quelle: Physik.Med Rehabmed KurortMed, 4.2018, 207, Thomas E et al, IntJSportsMed2018;39(04):243-254

 

Nach Herzinfarkt: Sport reduziert Mortalität

Schwedische Forscher haben untersucht, welche Wirkung sportliche Aktiviät nach einem Herzinfarkt hat.

Sie haben dafür mehr als 22.000 Menschen nach einem Infarkt beobachtet.

Ergebnis: durch regelmäßiges Training kann das Mortalitätsrisiko vier Jahre nach dem Infarkt mehr als halbiert werden.

Daher sollte jedem nach Infarkt geraten werden zu mindestens 2 Mal pro Woche Sport zu betreiben.

Dies gelte für alle Herzinfarktpatienten, unabhängig von der Schwere des Infarktes.

ÖÄZ, 10.Mai 2018, 24, APA



Stand: März.2019



Bei Schmerzen im Bereich der seitlichen Hüfte erzielen Schulung und Bewegungstherapie mehr allgemeine Verbesserung als Cortison–Injektionen.

Schmerzen im Bereich der seitlichen Hüfte (um den Trochanter major) entstehen zumeist auf Grund von Überlastung oder Fehlbelastung der Hüft – und Gesäßmuskulatur.

In Australien wurde eine Studie mit 167 Frauen und 37 Männern mit Schmerzen im Bereich der seitlichen Hüfte durchgeführt, Durchschnittsalter 54 +/- 8 Jahre. Die Veränderung des allgemeinen Zustandes und der Schmerzintensität auf einer 10–teiligen Skala wurden 8 bzw. 52 Wochen nach Therapiebeginn erhoben.

66 Patienten erhielten Schulung und Bewegungstherapiem, 65 eine einmalige Cortisoninjektion an den Trochanter, 68 Patienten wurden auf eine Warteliste gesetzt.

Nach 8 Wochen berichteten 51 Patienten der Bewegungstherapiegruppe, 35 Patienten der Injektionsgruppe und 20 der Wartelistengruppe über Verbesserung des allgemeinen Zustandes und der Schmerzintensität. Die Verbesserung war jeweils in der ersten Gruppe am ausgeprägtesten. Schmerz von 4,8+/-2,0 Punkten auf 1,5+/-1,5 bzw 2,7+/-2,4 Punkte.

Nach 1 Jahr erschienen noch 93% (189 Personen) zur Kontrolluntersuchung. Die Anzahl der gebesserten Patienten in beiden Therapiegruppen war weitgehend gleich geblieben. In der allgemeinen Verbesserung war die Bewegungstherapiegruppe weiterhin deutlich überlegen, die Verbesserung des Schmerzes war zu diesem Zeitpunkt in beiden Therapiegruppen gleich. In der Wartelistengruppe ohne Therapie verbesserten sich während dieses Jahres zusätzliche 11 Patienten.

Schulung und Bewegungstherapie ist eine wirksame Therapieoption bei Schmerzen im Bereich des großen Trochanters.

 

Quelle: Physik.Med Rehabmed KurortMed, 4.2018, 205, Referat von K.Ammer zu MellorR et al, BMJ 2018;360:k1662



Stand: Februar.2019



Das Laufverhalten von Patienten mit künstlichem Hüftgelenksersatz und dessen Folgeerscheinungen

Laufen wird als Sport mit hoher Stoßbelastung eingestuft und Patienten mit einem künstlichen Hüftgelenk nicht empfohlen. Entgegen dieser Empfehlungen kehren einige Läufer nach der Operation zum Laufsport zurück. Es sind wissenschaftliche Erkenntnisse zum allgemeinen postoperativen Sportverhalten vorhanden, allerdings kaum Ergebnisse zum Laufen im Speziellen.

Auf Basis der aktuellen Datenlage wurde der Frage nachgegangen, wie hoch der Läuferanteil unter den Patienten ist, welche Trainingsparameter festzustellen sind und ob negative Folgeerscheinungen für die Prothesenhaltbarkeit auftreten.

Es fanden sich bei der Literatursuche 39 Arbeiten, die sich mit diesem Thema befassten, 3 davon waren für die Erhebung geeignet.

Postoperativ betrug der Anteil der joggenden Patienten zwischen 3,8% uns 16,3%. Die wöchentliche Trainingsfrequenz lag bei 3,5 – 4x pro Wochen mit Läufen zwischen 7,7 km und 28,4 km. Ein Patient nahm sogar an einem Marathon teil.

In keinem Fall wurde über Prothesenlockerung oder erhöhte Abnützung berichtet. Positiv ist, dass die Läufer eine bessere körperliche Funktion und weniger Schmerzen zeigten als nicht–laufende Patienten.

Der Beobachtungszeitraum war allerdings mit 3,9 Jahren sehr kurz.
Um eine ausreichende Evidenz über die Langzeiteffekte des Laufens auf Hüftgelenksersatz zu erlangen, wären Studien mit langem Beobachtungszeitraum nötig. Auch biomechanische Untersuchungen würden helfen.

Quelle: Physik.Med Rehabmed KurortMed, 1.2018 , 28;4–13, Perschke S et al, Arhtritis und Rheuma 2017; 37(04):232-238