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Aktuelles aus den Instituten

Stand: Mai.2020


Nach 6–wöchigem Notbetrieb darf Physikalische Therapie unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen ab 4.Mai im Allgemeinen wieder durchgeführt werden.

Betreten und Aufenthalt nur mit Mund–Nasen–Schutz und nach telefonischer Voranmeldung oder zu einem Termin!

Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie Therapie machen möchten. Vorbestehende Termine wurden alle storniert!

Auf Grund der Abstandsregelung ist bis auf weiteres nur eingeschränkter Therapiebetrieb möglich! Die kurzfristige Versorgung nach Operationen oder Unfällen ist jedoch möglich.

Gruppen–Bewegungstherapie: Derzeit werden nicht alle Gruppen angeboten. Gruppengröße derzeit maximal 2–3 Personen.

Neu ist nun Gruppen–Bewegungstherapie auch in Wien 13.

Aktuelles aus der Medizin

Stand: März.2020



195 Jahre Punktschrift für Blinde

217 Millionen Menschen sind weltweit hochgradig sehbehindert (in Österreich 318000) und 36 Millionen blind (in Österreich 5000).

Dem Franzosen Louis Braille verdanken Sehbehinderte noch heute durch die von ihm im Jahr 1825 entwickelte und nach ihm benannte Brailleschrift den Zugang zu Schrift und Literatur.

Den weltweiten Siegeszug seiner Blindenschrift erlebte Louis Braille nicht mehr. Er starb 1852 in Paris an Tuberkulose.

Braille erblindete in früher Kindheit an einer Augenverletzung, noch bevor er in der Schule Lesen und Schreiben hätte lernen können.
Am weltweit ersten Blindeninstitut in Paris lernte er eine einfache Form von Blindenschrift kennen. Diese war von Wolfgang von Kempelen, einem österreichischen Erfinder und k.u.k. Hofbeamten für die blinde Komponistin Maria Theresia Paradis, eine Zeitgenossin von W.A.Mozart und Schülerin Salieris, entwickelt.
Aus diesem System erarbeitete der erst 16–jährige vor 195 Jahren die noch heute verwendete Sechs–Punkte–Blindenschrift.

In der Brailleschrift besteht jedes Schriftzeichen aus ein bis sechs Punkten. Im Deutschen gibt es 3 Versionen. Die „Basisschrift” mit allen Buchstaben sowie Zahl– und Satzzeichen, die „Vollschrift” mit zusätzlichen Zeichen für au, eu, st, ch, sch, ei und ie sowie die „Kurzschrift mit Kürzungen für Worte, Lautgruppen und Silben zum schnelleren Lesen. Zusätzlich gibt es noch eine Reihe von Spezialschriften etwa für Musiknoten, Mathematik, Chemie oder auch für Strickmuster. Die Brailleschrift kann auch am Computer geschrieben werden.

Durch die Digitalisierung wurde der Zugang zu Literatur und Wissen allgemein durch Hörbücher und Computerprogramme erleichtert.
Bis heute haben in Europa nur 5% der erhältlichen Bücher ein Leseformat, das für Blinde und Sehbehinderte geeignet ist. Bis vor kurzem waren literarische Werke urheberrechtlich geschützt und für die Umwandlung in ein barrierefreies Format war bisher entweder eine Lizenz des Verlages oder eine gesetzliche Erlaubnis notwendig. Auf Grund einer Änderung auf EU-Ebene dürfen jetzt Blindenbibliotheken barrierefreie Kopien online zur Verfügung stellen.

Quelle: Doktor in Wien 01_2020, 33, Bernhard Salzer