Aktuelles
aus den Institutenaus der Medizin
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Aktuelles aus den Instituten |
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Stand: September.2026 Wirkungsvolle Behandlungsmethode bei Schleimbeutelreizungen, Sehnenansatzbeschwerden, Heilung nach Knochenbruch, Verspannungen.... Neu in Wien 11: EMTT– Therapie „Magnetfeld”, „Magnetolith” Ergänzende, schmerzlose Therapie für Schmerz und Bewegungseinschränkung verschiedenster Ursachen, Verbesserung der Wundheilung, Frakturheilung... Wartezeiten: Für Patienten nach Unfällen, Operationen oder in anderen medizinisch dringenden Fällen stehen Akut–Arzttermine sowie Akuttermine für Bewegungstherapie zur Verfügung. |
Aktuelles aus der Medizin |
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Stand: September.2026 Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt eine nichtinvasive Methode dar, bei der akustische Druckwellen mechanische Reize auf biologisches Gewebe übertragen. Zentraler Wirkmechanismus ist die Mechanotransduktion, bei der mechanische Signale in biochemische Prozesse überführt werden. Dies führt zur Aktivierung von Angiogenese, zur Modulation von Entzündungsprozessen sowie zur Stimulation von Stammzellmigration und Geweberegeneration. Während die ESWT traditionell zur Behandlung bestehender Pathologien eingesetzt wurde, zeigen aktuelle Entwicklungen ein wachsen des Interesse an prophylaktischen Anwendungen. Ziel ist es, Gewebe vor chirurgischen Eingriffen oder unmittelbar danach biologisch zu „präkonditionieren“, um Komplikationen zu vermeiden und Heilungsprozesse zu optimieren. Prophylaktische Anwendungen in der Frakturheilung Zahlreiche Studien zeigen, dass ESWT die osteogene Aktivität stimuliert. Die Stoßwellen aktivieren Osteoblasten, hemmen Osteoklasten und fördern die Migration von Stammzellen, sodaß die ESTW frühzeitig nach Frakturversorgung eingesetzt werden kann. In-vivo-Studien belegen eine beschleunigte endochondrale Ossifikation und frühzeitige Knochenmineralisation. Metaanalysen bestätigen, dass ein früher Therapiebeginn mit besseren Heilungsraten verbunden ist, weshalb eine frühzeitige Therapieeinleitung insbesondere bei Risikokonstellationen empfohlen wird. Zu diesen zählen:
ESWT bei Osteotomien und Arthrodesen Osteotomien und Arthrodesen weisen relevante Pseudarthroseraten auf, insbesondere bei Risikopatient:innen. Tierexperimentelle Studien zeigen, dass früh postoperativ applizierte ESWT zu einer Erhöhung des Kallusvolumens und der Knochenmineraldichte,bverbesserter ossärer Mikroarchitektur und gesteigerter biomechanischer Belastbarkeit führt. Für Arthrodesen liegen klinische Daten vor, die Konsolidierungsraten von bis zu 80 % nach einmaliger ESWT 24 Wochen postoperativ zeigen. Darüber hinaus kam es zu einer signifikanten Schmerzreduktion. Systematische Übersichten berichten Erfolgsraten zwischen 65 % und 100 % bei gleichzeitig niedrigen Komplikationsraten. Diese Daten legen nahe, dass ESWT als adjuvante prophylaktische Maßnahme insbesondere bei Hochrisikokonstellationen sinnvoll sein könnte zur:
Klinische Studien zeigen vor allem funktionelle Verbesserungen und Reduktion von Schmerz bei Arthrose, während strukturelle Effekte bislang nur eingeschränkt belegt sind. Wundheilung und Narbenprävention Pathologische Narben wie hypertrophe Narben und Keloide stellen eine häufige postoperative Komplikation dar. Während Therapien traditionell erst nach Manifestation einsetzen, zeigen aktuelle Daten, dass eine frühzeitige oder prophylaktische ESWT die Narbenmorphogenese günstig beeinflussen und geringere Inzidenzen hypertropher Narben nachgewiesen werden. Zudem beschleunigt ESWT die Epithelialisierung akuter Wunden und Transplantationsstellen, verkürzt die Heilungszeit, reduziert Wundfläche und Infektionsraten ohne relevante Nebenwirkungen. Osseointegration und Implantate Die Osseointegration von Implantaten ist entscheidend für den langfristigen Erfolg in der Implantatchirurgie sowie in der Orthopädie und Traumatologie. Experimentelle Studien zeigen, dass die Anwendung der ESWT unmittelbar postoperativ diesen Prozess signifikant verbessern kann. So konnte in einem Tiermodell eine mehr fache ESWT-Applikation (Tag 7, 10 und 13 postoperativ) im Vergleich zu einer einmaligen Behandlung oder Kontrollgruppen eine signifikant höhere Ausrisskraft von Titanimplantaten nachweisen. Fazit Die Stoßwellentherapie besitzt auf grundmechanotransduktiv vermittelter Effekte auf Angiogenese, Mikrozirkulation, Immunmodulation, Stammzellaktivierung und antifibrotische Signalwege ein erhebliches präventives Potenzial. In Orthopädie, Traumatologie und Sportmedizin könnte sie insbesondere bei Risikopatient :innen und Leistungssportler:innen zur Stabilisierung subklinischer Mikrotraumata beitragen und die Entwicklung chronischer Tendinopathien oder Enthesiopathien verhindern. Bei Risikofrakturen und Komorbiditäten kann eine hochenergetische ESWT unmittelbar postoperativ die Konsolidierung verbessern und Komplikationen wie Wundheilungsstörungen oder hypertrophe Narben reduzieren. In der Prothetik kann sie die Implantateinheilung beschleunigen. Zudem erscheint eine prophylaktische Anwendung zur Reduktion von Arthrofibrose, periartikulären Kontrakturen und fibrotischer Kapselbildung sinnvoll. Autoren: Priv.-Doz. Dr. Rainer Mittermayr Dr. Wolfgang Schaden Traumazentrum Wien, Standort Meidling E-Mail: Rainer.Mittermayr@trauma.lbg.ac.at |
