Aktuelles
aus den Institutenaus der Medizin
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Aktuelles aus den Instituten |
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Stand: Juni.2026 Wirkungsvolle Behandlungsmethode bei Schleimbeutelreizungen, Sehnenansatzbeschwerden, Heilung nach Knochenbruch, Verspannungen.... Neu in Wien 11: EMTT– Therapie „Magnetfeld”, „Magnetolith” Ergänzende, schmerzlose Therapie für Schmerz und Bewegungseinschränkung verschiedenster Ursachen, Verbesserung der Wundheilung, Frakturheilung... Wartezeiten: Für Patienten nach Unfällen, Operationen oder in anderen medizinisch dringenden Fällen stehen Akut–Arzttermine sowie Akuttermine für Bewegungstherapie zur Verfügung. |
Aktuelles aus der Medizin |
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Stand: Juni.2026 Eine frühzeitige Durchführung der Unterwassertherapie mit wasserdichtem Folienverband ab dem vierten postoperativen Tag ist im Allgemeinen sicher, wirksam und ohne Nebenwirkungen Vorteile der Unterwassertherapie: Die Unterwassertherapie (UW-TH) wird häufig zur Rehabilitation bei orthopädischen Patient:innen nach Operationen und bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats – speziell zur Schmerzlinderung und zur Funktionsverbesserung – eingesetzt. Die Eigenschaften des Wassers verringern die Belastung der Gelenke und die Schmerzen und ermöglichen es den Patient:innen, Bewegungen auszuführen, die außerhalb des Wassers schwierig sein könnten. Aufgrund dieser Vorteile eignet sich die UW-TH besonders für Patient:innen, die sich von einer Hüfttotalendoprothese (HTEP) oder einer Knietotalendoprothese (KTEP) erholen. Die UW-TH – historisch auch als Hyd rotherapie bezeichnet – wird seit der Antike zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Insbesondere als Rehabilitationsmethode im Altertum im ägyptischen, griechischen und römischen Militär und im europäischen Mittelalter wurde Hydrotherapie sehr häufig angewendet. In der physikalischen Medizin werden bei der Unterwassertherapie die physikalischen Eigenschaften des Wassers wie Auftrieb, hydrostatischer Druck, Widerstand und Wärme genutzt, um die Genesung zu fördern, die Bewegung zu erleichtern und die körperliche Funktion zu verbessern. Unterwassertherapie unterteilt sich in Unterwasserbewegungstherapie (UWBTH) und in Unterwasserdruckstrahlmassage (UWDM). Durch den Auftrieb lassen sich Bewegungen mit geringerer Belastung durchführen, was auch ein schmerzarmes Bewegen ermöglicht. Der Reibungswiderstand des Wasser wird bei schnelleren Bewegungen genützt, um eine Muskelkräftigung zu erzielen. Der Wasserdruck hat eine positive Wirkung auf das Gefäßsystem und hilft, Schwellungen in der betroffenen Körperregion abzubauen. Bei der Unterwasserdruckstrahlmassage wird das Muskel- bzw. das Fasziensystem gelockert, Verklebungen im Narbengebiet werden gelöst und auch abschwellende Maßnahmen ermöglicht. Die UW-Druckstrahlmassage wird initial etwa 5 cm lateral der Narbe – außer halb des Folienverbands – zentralwärts angewendet. Ziel ist die initiale Entstauung des gesamten Beins, beginnend dorsal. Ab der vierten postoperativen Woche kann der Wasserstrahl flach über die Narbe geführt werden Die Patien t:innen erfahren durch die Wärme oft eine verbesserte Durchblutung, eine Verringerung der Muskelkrämpfe und eine leichtere neuromuskuläre Steuerung der Bewegung, die zu einer schnelleren Genesung beiträgt. Darüber hinaus deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass eine frühzeitige UW-TH das psychische Wohl befinden durch den Abbau von Stress und Ängsten verbessern kann. Das führt wiederum dazu, dass die Patient:innen die Rehabilitationsprogramme besser befolgen. Die UW-TH hat als wirksame Maßnahme in der postoperativen Rehabilitation von Patient:innen nach Hüft- und Kniegelenksprothesen an Aufmerksamkeit gewonnen. In mehreren Studien wurden ihre Vorteile hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf die Schmerzbehandlung, die Verbesserung der Mobilität und die frühe funktionelle Wiederherstellung. In der Literatur ist die frühzeitige Durchführung der Unterwassertherapie (ab 4. Tag post OP) im Allgemeinen sicher, wirksam und ohne Nebenwirkungen. Die individuelle Wundheilung und gelenkspezifische Genesung der Therapie müssen bei der Durchführung berücksichtigt und beobachtet werden. Wasserdichte Folienverbände sind bis zum 1. Tag nach der Nahtentfernung nötig und verhindern Wundheilungsstörungen. Traditionell wurde die UWTH bis nach der Wundheilung/Nahtentfernung auf geschoben, die typischer weise um den 12.–14. postoperativen Tag herum abgeschlossen ist bzw. erfolgt. In einer randomisierten Studie zeigten Patient:innen, die bereits am 6. postoperativen Tag eine UWTH erhielten, positive funktionelle Verbesserungen nach KTEP. Weitere Studien weisen daraufhin, dass die Hydrotherapie bereits am 4. postoperativen Tag sicher durchgeführt werden kann, vorausgesetzt, die wasserdichten Folienverbände werden ordnungsgemäß angelegt Klinisch konnten bisher keine Nebenwirkungen, wie Infekte oder Nahtdehiszenzen, durch die UW-TH festgestellt werden. Am Ende der UW-Therapieserie führt die ambulante Frühremobilisation zur Verbesserung des Bewegungsumfangs, leichterer Beweglichkeit, weniger Schmerzen und Reduktion der Schwellungen. Schlussfolgerung Die UW-Therapie ist ein wertvolles Rehabilitationsinstrument für Patient:innen nach einer HTEP oder KTEP und bietet Vorteile wie verbesserte Gelenksbeweglichkeit, schnellere funktionelle Verbesserung sowie Abschwellung und Schmerzlinderung. Die frühzeitige Durchführung der Hydrotherapie ist therapeutisch wirksam, sicher und ohne Nebenwirkungen. Weitere Forschung ist erforderlich, um standardisierte Richtlinien für den frühesten Zeitpunkt der UW-Therapie nach einer Endoprothese festzulegen und um die Ergebnisse für die Patient:innen zu optimieren. Quelle: Jatros 01/26, Autoren Univ.-Prof. DDr. Dr. h. c. Helmut Kern1, 2 Dr. Peter Zenz1, 3 Prof. Dr. Klaus Hohenstein1, 4 Mag. Waltraud Kasché2 Prof. Nejc Šarabon, PhD5 |
